Zwei neue Chefs sind schon da

logo_presse_hk vom 05.02.2014

Stefan Haid fĂĽhrt seit Montag die Eichendorffschule, Alfred Harnischfeger ĂĽbergangsweise die Gesamtschule Fischbach


Die Stelle an der Fischbacher Einrichtung wird „zeitnah“ neu ausgeschrieben. Heute entscheidet die Mitgliederversammlung des Richter-Gymnasiums über die neue Leitung, die im August anfängt.

„Im Rahmen einer vorläufigen Beauftragung durch das Schulamt wird Herr Stefan Haid, Studiendirektor aus Frankfurt, die Leitung der Schule übernehmen. Die Schulgemeinde sagt ,Herzlich willkommen Herr Haid’ und freut sich auf eine gute Zusammenarbeit!“ So nett begrüßt die Eichendorffschule ihren neuen Chef. Haid hat seinen Job und die Nachfolge von Volker Stender-Mengel am Montag an der Gesamtschule in Münster angetreten und wacht nun über knapp 1300 Schüler.

Stefan Haid war Leiter der gymnasialen Oberstufe an der Carl-von-Weinberg-Schule in Goldstein, aber auch Koordinator und betraut mit den Aufgaben des stellvertretenden Schulleiters an der German International School of Silicon Valley/USA. Er sei sehr gespannt auf seine neue Aufgabe. „Ich nehme wahr, dass die Schule mit ihren Konzepten für die unterschiedlichen Schulzweige gut aufgestellt ist, um alle Schülerinnen und Schüler optimal auf ihren jeweils bestmöglichen Schulabschluss vorzubereiten.“ Das Bildungsangebot der Eichendorffschule gehe weit über den Unterricht hinaus. Mit dem musikalischem Schwerpunkt, einem Bewegungs- und Sportangebot, internationalen Partnerschaften, dem freiwilligen Ganztagsangebot und nicht zuletzt der Schulsozialarbeit werden die Schüler „vielfältig gefördert“. Sein „Know-how und all meine Erfahrungen aus dem schulischen und außerschulischen Bereich“ wolle er „in die Weiterentwicklung der Eichendorffschule einzubringen, und das inmitten einer engagierten Schulgemeinde, darauf freue ich mich sehr“, so Haid.

Er ist nicht der einzige neue Chef an den Schulen in der Möbelstadt. Seit dem Halbjahreswechsel in dieser Woche ist an der Gesamtschule Fischbach Alfred Harnischfeger mit der Führung beauftragt, bis ein neuer Leiter gefunden sei, bestätigt Eva Dubisch, stellvertretende Pressesprecherin im Hessischen Kultusministerium, auf Anfrage des Kreisblatts. „Die Stelle wird zeitnah ausgeschrieben“, erklärt sie. Wie berichtet, musste das Verfahren an der Gesamtschule noch einmal neu aufgerollt werden. Die Schule wolle damit einem „breiteren Bewerberkreis“ den Zugang ermöglichen, hieß es bereits Ende 2013.

Harnischfeger sei „ein ganz erfahrener Schulleiter“, der bereits im Ruhestand war und die Schule nun bei ihrer täglichen Arbeit voranbringen soll. Schließlich sei die Einrichtung ja von der EDS Münster getrennt worden und müsse ein Schulleitungsteam erst ganz neu aufbauen, teilt die Ministeriumssprecherin mit. Ansonsten gebe es zum weiteren laufenden Verfahren keine Auskünfte. „Weder dementieren noch bestätigen“ möchte Eva Dubisch die Gerüchte, dass an der Gesamtschule Fischbach keine der beiden bisherigen Bewerberinnen zum Zuge kommen wird. Darunter ist die ehemalige Standortleiterin, die die Rückendeckung von großen Teilen des Kollegiums und der Eltern genießt (wir berichteten).

Für den Direktor im Ruhestand Alfred Harnischfeger ist es „eine Ehre und Herausforderung zugleich, eine Schule, die gerade ihre Eigenständigkeit erworben hat, beim Aufbau eines eigenen und damit unverwechselbaren Profils zu unterstützen“. Ein Kollegium, das mit Freude begonnen habe, seine Schule aus der bisherigen Abhängigkeit von der Gesamtschule in Münster zu lösen, ohne dabei auf wichtige Formen der Kooperation zu verzichten, brauche eine gute Führungsstruktur. „Zudem sollte in einem ruhigen und sicheren Umfeld eine Beteiligungskultur und eine Arbeitsatmosphäre möglich sein, in der jeder seinen Platz findet und alle produktiv zusammenarbeiten“, sagt Harnischfeger. In diesem Umfeld wolle er seine Erfahrung und Kompetenzen gerne einbringen.

Auf der Zielgeraden bei der Leitungs-Suche ist die Richter-Schule in Kelkheim. Heute Abend entscheiden die sieben Personen in der Mitgliederversammlung des Trägervereins der Schule, ob die ausgewählte Person den Zuschlag erhält. Wie berichtet, geht dort Schulleiterin Irene Müller nach 37 Jahren (davon 11 als Chefin) im Sommer in den Ruhestand. Das Bewerberverfahren an dem Privat-Gymnasium lief im September an, in die engere Wahl kamen drei Kandidaten, berichtet der Geschäftsführende Direktor Bernhard Heinz. Der oder die neue Kraft soll am 1. August seine Stelle antreten.

(Frank Weiner)