Viele Wege f├╝hren zum besonderen Schulabschluss

logo_presse_hk vom15.07.2016

Patrick Seifert legte an der Eichendorffschule mit 1,4 die Bestnote im H-Zweig hin. Er schw├Ârt auf die Praxisklasse, die ihm nun eine Lehrstelle gebracht hat.

ÔÇ×Ich war eigentlich schon immer gut in der SchuleÔÇť, erz├Ąhlte Patrick Seifert dem Kreisblatt vor der Abschlussfeier der Haupt- und Realschulklassen der Eichendorffschule (EDS) in der Stadthalle. Der 17-J├Ąhrige, der vor Jonas Kratzer (1,5) den besten Hauptschulabschluss in diesem Jahrgang mit einer 1,4 in der Tasche hat, musste sich daf├╝r aber von der F├Ârderschule an kr├Ąftig ÔÇ×hocharbeitenÔÇť. Dass er nach der Anne-Frank-Schule an der EDS direkt in die Praxisklasse konnte, hat er einer Lehrerempfehlung zu verdanken.

In der Praxisklasse werden junge Leute in Schule und Betrieb gezielt gef├Ârdert, die in der Regel bereits ein Schuljahr wiederholt haben oder bei denen aus anderen Gr├╝nden vieles darauf hindeutet, dass sie ihren Hauptschulabschluss aus eigener Kraft nicht meistern k├Ânnen. Bewerben k├Ânnen sich aber auch Sch├╝ler einer Schule mit F├Ârderschwerpunkt Lernen wie der Anne-Frank-Schule, die dort die 8. oder 9. Klasse besuchen. Die Sch├╝ler der Praxisklasse besuchen an drei Tagen der Woche den Schulunterricht und machen an zwei festen anderen Werktagen ein Praktikum in einem Betrieb.

Abschluss HR 2016

Zufriedene Gesichter: das Gruppenfoto der EDS-Absolventen vor der Stadthalle.

ÔÇ×Ich habe schon sehr viel lernen m├╝ssenÔÇť, betonte Patrick Seifert. Er sei dankbar, dass er in der relativ kleinen Gruppe von nur sieben Sch├╝lern in der Praxisklasse besser gef├Ârdert werden konnte von den Lehrern. Deshalb hatte sich der Sulzbacher bewusst f├╝r die EDS entschieden und ist nicht auf die heimische Mendelssohn-Bartholdy-Schule gegangen. Einen Ausbildungsplatz bei Provadis in H├Âchst hat er schon dank seines Praktikums, das er ├╝ber die Praxisklasse absolviert hat. Im September beginnt er seine Lehre zum Industriemechaniker. Daf├╝r bringt er gute Voraussetzungen mit, weil neben Sport Mathematik zu seinen Lieblingsf├Ąchern geh├Ârt.

Nach Darya K├╝├čner, die mit der Traumnote 1,2 ihren Realschulabschluss gemacht hat, geh├Ârt Donika Kabashaj zu den vier Jahrgangsbesten des Realschulzweigs mit ihrer Durchschnittsnote von 1,4. ÔÇ×Das war eigentlich gar nicht schwerÔÇť, betonte die 16-J├Ąhrige. F├╝r die geb├╝rtige Kasachin, die 2008 nach Deutschland kam und damals kein Wort Deutsch konnte, war der sprachliche Zweig wegen der Rechtschreibung und Grammatik stets sehr arbeitsintensiv. Die Naturwissenschaften und Mathematik gingen ihr dagegen leicht von der Hand. Deshalb will sie jetzt auch an der Br├╝hlwiesenschule ihr Wirtschafts-Abitur machen.

ÔÇ×Die Eichendorffschule ist eine Schule f├╝r alleÔÇť, betonte Schulleiter Stefan Haid bei der Feier. ÔÇ×Ganz besonders stolz bin ich darauf, dass fast alle hier schon ihren weiteren Weg geplant habenÔÇť, sagte er. Zu den Jahrgangsbesten geh├Ârt auch Luis Ramon Fernandes (Note 1,7) aus dem Realschulzweig, der ebenfalls von B├╝rgermeister Albrecht K├╝ndiger ausgezeichnet wurde. ÔÇ×Aber auch all die anderen haben einen Applaus verdientÔÇť, betonte K├╝ndiger.

(wom)