Zeitzeugengespräche 2019

Anlässlich des internationalen Holocaust-Gedenktages am 27. Januar in Erinnerung der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz fand auch dieses Schuljahr wieder ein Zeitzeugengespräch zum Thema „Nationalsozialismus“ für die Q3 statt. Gemeinsam mit der Bildungsstätte Anne Frank in Frankfurt ist es gelungen zwei Zeitzeugen zu gewinnen:

  1. Frau Inge Geiler (*1935 in Mainz)

Frau Geiler entdeckte bei Renovierungsarbeiten in ihrem Haus im Frankfurter Westend Dokumente der jüdischen Familie Grünbaum und beginnt zu forschen. Das Ergebnis ist ein Buch der Familiengeschichte mit dem Titel „Wie ein Schatten sind unsere Tage“. Sie berichtet sowohl von ihren Forschungsergebnissen als auch von ihren eigenen Erlebnissen während des Krieges und danach.

Weitere Informationen: https://www.youtube.com/watch?v=dsUqP-uPHng


  1. Herr Gerhard Wiese (*1928 in Berlin)

Mit 15 Jahren wurde er als Flakhelfer eingezogen und geriet Anfang 1945, also mit 17 Jahren – in sowjetische Kriegsgefangenschaft, wurde jedoch sehr bald wieder entlassen. Anschließend begann er sein Jurastudium in Berlin und legte sein Staatsexamen in Frankfurt am Main ab. Bereits Anfang der 60er Jahre holte Generalstaatsanwalt Fritz Bauer ihn in das Vorbereitungsteam für die berühmt gewordenen Frankfurter Auschwitz-Prozesse.

Der Spielfilm „Im Labyrinth des Schweigens“ über den Auschwitz-Prozess, der 2014 in die Kinos kam, beruht auch auf seinen Erinnerungen.

Weitere Informationen: https://de.wikipedia.org/wiki/Gerhard_Wiese_(Jurist)

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