Pausenmusik in der Aula


Die im Beethovenjahr von Rüdiger Amann veranstaltete Pausenmusik (siehe Ankündigung unten) wurde durch die Schulschließung im März jäh gestoppt (siehe Pressebericht rechts) und konnte im Mai nach der Wiedereröffnung der Schule wegen der einzuhaltenden Hygieneregeln leider auch nicht live fortgesetzt werden.

Die Konzerte wurden deshalb als Online-Live-Konzerte auf Youtube durchgeführt und sind auch weiterhin unter den folgenden Link abrufbar:

https://www.youtube.com/channel/UC7enl1gzLIIw2A2GpTWE6rA


Die bislang gezählten weit über 3000 Aufrufe sprechen eine deutliche Sprache:
Das war ein sehr gelungenes Projekt, das trotz der schwierigen Umstände ausgesprochen gut von der Schulgemeinde angenommen wurde.


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Vielen Dank an die Mitwirkenden und an das Technikteam!

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Pausenmusik

Ursprüngliche Ankündigung aus dem Februar 2020

Flügel


Zum Beethovenjahr 2020

PAUSENMUSIK

Zehn Minuten Klaviermusik
in der Aula
ab Freitag, 06. März 2020


Jeden Dienstag und Freitag in der zweiten großen Pause von 11:10-11:20 Uhr gibt es
bis zu den Sommerferien zehn Minuten Klaviermusik in der Aula.

Rüdiger Amann spielt die beliebtesten Werke der Klaviermusik – von Beethoven (z. B.
Für Elise, Mondscheinsonate, Wut über den verlorenen Groschen ), aber auch von
anderen Komponisten wie Mozart, Debussy, Schumann oder Schubert.
Am 06. März geht es los mit Beethovens "Für Elise"
und dem "Rondo alla turca" von Mozart.

Alle sind herzlich eingeladen.

Einlass ist von 11:05-11:10 Uhr, dann werden die Türen geschlossen.



Pausenmusik

Update September 2020 (von Rüdiger Amann)


Das war die Idee. Sie entstand aus der Überzeugung, dass klassische Musik nicht langweilig ist, sondern jedem etwas zu geben vermag, der sich, auch ohne Vorkenntnisse oder Erläuterungen, freiwillig und mit offenen Ohren auf sie einlässt.
Allerdings bedarf es, um das zu ermöglichen, besonderer Bedingungen und eines geschützten Raums. Das heißt in diesem Zusammenhang nicht nur ungestört, sondern auch, dass das Angebot niedrigschwellig sein muss und nicht überfordern darf. Die Pausenmusik dauert deswegen nur zehn Minuten und bringt möglichst bekannte, ja sogar populäre, mindestens aber eingängige Werke, leibhaftig vorgetragen von jemandem, der nicht berühmt ist, sondern bekannt. Eine unmittelbare, nonmediale ästhetische Erfahrung, die zwar eine Unterbrechung des Schulalltags bedeutet, aber dennoch in ihn eingebettet ist – „no jacket required“.
Zweimal konnte diese Idee im März 2020 umgesetzt werden und die Musik so ihre Wirkung entfalten. Dann kam die Schulschließung und damit das Ende des Projekts in dieser Form.

Zwei Versuche vor den Osterferien, die Pausenmusik per Zoom zu übertragen, waren, vor allem was die Tonqualität betraf, so unbefriedigend, dass dieser Weg nicht mehr weiter verfolgt wurde.
Im April 2020 machten dann Ben und Tim Herrigt angesichts der eigentlich schon beschlossenen Absage des alljährlichen Frühlingskonzerts der Eichendorffschule, mit der sie sich nicht abfinden wollten, den Vorschlag, das Frühlingskonzert mit mehreren Kameras und Mikrofonen live zu streamen. Konnte so vielleicht auch die
Pausenmusik wiederbelebt werden?
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Das Video vom 21.04.2020 ist die Aufzeichnung dieses Streamingversuchs. Die technischen Schwierigkeiten bei der Übertragung, im Besonderen die Bildausfälle, führten jedoch zu der Entscheidung, auf das Streamen zu verzichten und stattdessen die Stücke vorher aufzunehmen und dann zu den in den Programmen angekündigten Terminen auf einem eigenen YouTube-Kanal zu senden. Die Technik übernahmen Ben und Tim Herrigt sowie Mathias Martinet, die auch das gesamte Frühlingskonzert auf diese Weise produzierten.
Natürlich veränderte die „technische Reproduzierbarkeit“ (Walter Benjamin) den ursprünglichen Charakter der Pausenmusik grundlegend. Die für das Projekt so wichtige Unmittelbarkeit (Musik zum Anfassen) und das Gemeinschaftserlebnis (Zuhörer und Vortragender widmen sich zur selben Zeit im selben Raum der Musik) gingen verloren. Es schob sich doch wieder ein Medium dazwischen, aus leibhaftig wurde live. Aber auf diese Weise konnten die geplanten Programme zumindest gespielt und einem, jetzt sogar größeren Publikum zugänglich gemacht werden.

Die siebzehn Werke, die in den so entstandenen sieben Videos zu hören sind, wurden alle jeweils in einem Take aufgenommen, es gibt keine Schnitte.
Bis zum Ende des Jahres, in dem die Welt eigentlich den 250. Geburtstag Ludwig van Beethovens feiern wollte, sind sie abrufbar.

„Von Herzen – möge es wieder zu Herzen gehen.“ (Ludwig van Beethoven)