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Zukunft unserer beiden Schulstandorte -
Informationen

Liebe Schulgemeinde,
liebe Eltern der benachbarten Grundschulen,
       

Aussagen in der Presse über die Zukunft unserer Schule führen zusammen mit mancherlei Gerüchten zu verschiedenen Anfragen:
Wie geht es weiter mit der Eichendorffschule? Kommt ein Gymnasium? Gibt es am Standort Fischbach weiterhin einen G-Zweig? Mit G8 oder G9?

Eine der Antworten lautet: Ja, es gibt in Fischbach weiterhin einen G-Zweig. Denn der Schuldezernent des Main-Taunus-Kreises, Herr Kollmeier, hat kürzlich selbst eine Bestandsgarantie formuliert: Alle einmal bei uns aufgenommenen Schülerinnen und Schüler werden auch künftig an dem jeweiligen Standort und im gewählten Schulzweig beschult werden.

Zum kommenden Schuljahr 2012/13 wird es keinerlei Umstrukturierungen geben, denn zeitlich und organisatorisch ist das nicht mehr möglich.

Wenn sich ab 2013 oder 2014 Veränderungen hinsichtlich der Schulform ergeben sollten, dann gibt es trotzdem für alle bisherigen Schülerinnen und Schüler der Eichendorffschule den oben erwähnten Bestandsschutz, d. h., für diese Schülerinnen und Schüler ändert sich nichts. Sie werden z. B. von Fischbach aus - wie bisher - in Münster "automatisch" in der Oberstufe aufgenommen werden, sofern sie die Voraussetzungen dafür erfüllen. Erst nachfolgende Schülergenerationen würden die Schule ggf. dann unter neuen Vorzeichen besuchen.

Mittelfristig sprechen die Zahlen für eine Eigenständigkeit der Schule am Standort Fischbach, denn die Entwicklung der ehemaligen Staufenschule ist wirklich eine Erfolgsgeschichte; 580 Schülerinnen und Schüler gibt es derzeit dort, mehr als die Hälfte davon besuchen den gymnasialen Zweig. Von der Gesamtschülerzahl her ist das eine Schule mittlerer Größe. Insofern ist eine eigenständige Leitung nur sinnvoll.

Zur Selbständigkeit der Fischbacher Schule soll es im Zuge der Neuschreibung des Schulentwicklungsplanes durch den Main-Taunus-Kreis kommen, wobei uns von dort glaubhaft versichert wird, dass es bis jetzt weder inhaltliche Festlegungen über eine zukünftige Ausrichtung der Schule noch gar Vorentscheidungen gibt. (Mit dem Staatlichen Schulamt sowie dem Hessischen Kultusministerium wird in dieser Angelegenheit später auch eine Abstimmung nötig.)

Wir können davon ausgehen, dass es keine Entscheidung über unsere Köpfe hinweg geben wird und dass es auch künftig alle drei Bildungszweige - Hauptschule, Realschule und Gymnasium - bei uns in Kelkheim geben wird.

Mir persönlich ist es wichtig, dass es am Ende von Sondierungen keine Mehrheitsentscheidungen zu Lasten von Minderheiten gibt. Manche liebäugeln offenbar mit einem reinen Gymnasium in Münster. Nach Maßgabe der Schülerzahlen (s. u.) entfiele dann aber der G-Zweig in Fischbach, was ich z. B. nicht möchte.

Gymnasien gibt es übrigens in Hessen derzeit nur in Verbindung mit G8, also mit verkürzter Mittelstufe. Eine kooperative Gesamtschule wie die Eichendorffschule kann sich hinsichtlich des gymnasialen Zweigs über ihre Gremien alternativ für G8 oder G9 entscheiden; bei einem Wechsel würde dann ab Jg. 5 ein neues Modell nachwachsen.


Einige Fakten zum Hintergrund:

Gesamtzahl unserer Schülerinnen und Schüler                   rd. 1900
                                   davon in Fischbach                                rd.    580

Gesamtzahl im G-Zweig                                                           rd. 1300
                                  davon in der Oberstufe                          rd.    450

Gesamtzahl im H/R-Zweig                                                       rd.   560

 

Mit Zuversicht und freundlichen Grüßen

Volker Stender-Mengel


21.02.2012 / SM